Aktualisiert November 2025
Mitarbeiterüberwachungssoftware hat sich weiterentwickelt – moderne Tools helfen Personalabteilungen, veraltete Bestrafungs-Methoden durch datengestützte, menschliche Feedback-Schleifen zu ersetzen. In diesem Leitfaden für 2025 erfahren Sie, warum „Karotte statt Peitsche“ weiterhin wichtig ist, wie KI-gestütztes Zeiterfassen wie MonitUp positive Disziplin fördert und welche praktischen Techniken die Moral hoch halten, während Fehlverhalten korrigiert wird.
Es ist kein Geheimnis, dass Bestrafungen am Arbeitsplatz rückläufig sind. Eine wachsende Zahl von Studien zeigt, dass Strafen in all ihren Formen keine effektive Methode sind, um das Verhalten von Mitarbeitenden zu steuern. Häufig hat es sogar den gegenteiligen Effekt und führt zu geringerer Produktivität, niedrigerer Moral und höherer Fluktuation. Solche Konsequenzen möchten Sie natürlich vermeiden!
Aber wie können Sie effektiv mit einem respektlosen Angestellten umgehen? Was sollten Sie tun, anstatt zu bestrafen? In diesem Blogbeitrag schauen wir uns einige alternative Methoden der Mitarbeiterdisziplin an, die sich als erfolgreicher erwiesen haben. Bleiben Sie dran!
Wenn es darum geht, das Verhalten von Mitarbeitenden zu steuern, gilt Bestrafung oft als Lösung. Schließlich sollte jemand, der eine Regel bricht, dementsprechend bestraft werden, oder? FALSCH! Bestrafungen schaffen unerwünschte Nebenwirkungen, die den möglichen Nutzen weit übersteigen können.
Unter Bestrafung versteht man eine unerwünschte Konsequenz, die mit einem als schlecht erachteten Verhalten verknüpft ist. Am Arbeitsplatz nimmt dies oft die Form von mündlichen oder schriftlichen Abmahnungen, starken Gefühlsausbrüchen, Lohnkürzungen, Suspendierungen oder gar Entlassungen an.
Doch was gilt eigentlich als schlecht oder richtig? Leider ist das oft eine Frage der Perspektive. Was die eine Person als geringfügiges Vergehen sieht, kann für eine andere ein großes Problem darstellen. Dies kann zu Unstimmigkeiten bei der Bestrafung führen, was für Mitarbeitende frustrierend sein kann.
Mitarbeitende, die sich bestraft fühlen, sind weniger bereit, sich im Job einzubringen, was zu niedrigerer Moral und höheren Fluktuationsraten führen kann.
Zudem wird durch Bestrafung die eigentliche Ursache für das problematische Verhalten nicht angegangen. Ist zum Beispiel jemand ständig unpünktlich, kann eine Lohnkürzung das Zuspätkommen vielleicht kurzfristig reduzieren. Aber woran liegt es wirklich, dass die Person zu spät kommt?
- Gibt es ein Problem mit dem Wecker?
- Gibt es Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung?
- Liegt ein psychisches Problem vor?
Ohne die eigentliche Ursache zu beheben, wird das Problem wahrscheinlich bestehen bleiben – oder sich sogar verschlimmern. Ja, grundlegende Motivationstechniken beinhalten oft eine Form von Belohnung für gutes Verhalten oder Strafe für schlechtes Verhalten. Viele Unternehmen haben jedoch festgestellt, dass Belohnungen effektiver sind, um positive Handlungen zu verstärken und Mitarbeitende zu motivieren, diese zu wiederholen.
Dies entspricht Skinners Theorie des operanten Lernens von 1938, die besagt, dass gewünschtes Verhalten eher wiederholt wird, wenn es nach dem Verhalten positiv verstärkt wird. Aus diesem Grund setzen Unternehmen lieber auf Disziplin statt auf Bestrafung, obwohl die beiden Konzepte manchmal fälschlicherweise gleichgesetzt werden.
Warum weg von Strafmaßnahmen?
Der Hauptunterschied zwischen Bestrafung und Disziplin liegt darin, dass eine Bestrafung negativ ausgelegt ist, während Disziplin ein positiver Ansatz sein soll.
Bestrafung wird oft als „schnelle Lösung“ für problematisches Verhalten gesehen, geht jedoch nicht auf die Wurzel des Problems ein. Sie hat auch mehrere negative Nebenwirkungen, wie geringere Produktivität, niedrigere Moral und höhere Mitarbeiterfluktuation.
Disziplin hingegen ist ein umfassenderer Ansatz, bei dem positive Verhaltensweisen gestärkt und den Mitarbeitenden Wege aufgezeigt werden, negatives Verhalten zu vermeiden. Langfristig ist sie nachweislich wirksamer und führt zu höherer Produktivität, mehr Engagement und besserer Mitarbeiterbindung.
Daher ist es sinnvoll, Ihre Mitarbeitenden zu einem guten und produktiven Verhalten zu erziehen. Aber wie geht man dabei am besten vor? Werfen wir einen Blick auf einige bewährte Methoden, die Sie in Ihrem Unternehmen anwenden können!
Wie disziplinieren Sie Ihre Mitarbeitenden?
Im Folgenden haben wir einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Disziplin in Ihrem Team umsetzen können, ohne Strafen zu verhängen!
Konstruktive Kritik
Manchmal brauchen Mitarbeitende Hilfe, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Hier kommt konstruktive Kritik ins Spiel. Konstruktive Kritik soll hilfreich sein und nicht verletzen. Es ist wichtig, auf negative Sprache oder persönliche Angriffe zu verzichten. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf das Verhalten selbst und darauf, was man hätte anders machen können.
Hier einige Tipps zum Umgang mit konstruktiver Kritik:
- Seien Sie konkret – Wenn Sie das Verhalten einer Person kritisieren, sollten Sie möglichst konkret werden. So versteht der Mitarbeitende, was geändert werden muss und wie er sich verbessern kann.
- Ich-Botschaften verwenden – Vermeiden Sie Formulierungen wie „Du machst das ständig falsch“. Sagen Sie besser: „Ich habe bemerkt, dass Sie den Bericht nicht überarbeitet haben. Ich fände es gut, wenn Sie sich das nächste Mal ein paar Minuten mehr nehmen könnten, um Fehler zu vermeiden.“
- Lösungen anbieten – Anstatt nur das Problem zu benennen, versuchen Sie auch, mögliche Lösungen zu bieten. Wenn der Mitarbeitende den Bericht aus bestimmten Gründen nicht korrigieren kann, könnten Sie z. B. Hilfe durch eine Kollegin oder einen Kollegen anbieten.
- Verallgemeinerungen vermeiden – Aussagen wie „Du bist immer zu spät“ oder „Du machst deinen Job nie richtig“ sind nicht nur falsch, sondern bringen die Person in eine reine Abwehrhaltung.
- Ruhig und respektvoll bleiben – Bleiben Sie sachlich und respektvoll, wenn Sie Kritik üben. Laut werden oder die Beherrschung verlieren, verschlimmert die Situation nur.
- Nachhaken – Nachdem Sie Kritik geäußert haben, sollten Sie nach einiger Zeit prüfen, ob sich etwas verbessert hat. Falls nicht, kann ein weiteres Gespräch notwendig sein.
Öffentliches Lob, private Kritik
Wenn ein Mitarbeitender etwas gut macht, ist es wichtig, ihm das mitzuteilen. Öffentliches Lob ist eine großartige Möglichkeit, Wertschätzung zu zeigen und verdiente Anerkennung auszusprechen. Das hebt nicht nur die Stimmung, sondern motiviert auch zu anhaltender guter Leistung. Meistens passieren den Mitarbeitenden aber Fehler.
Wenn dies geschieht, sollten Sie darauf verzichten, sie vor dem Team zu kritisieren. Das führt nur zu Peinlichkeit und Demotivation. Gehen Sie stattdessen unter vier Augen vor und sprechen Sie das Problem privat an. So können Sie in Ruhe und konstruktiv reden, ohne Aufsehen zu erregen.
Klare Unternehmensrichtlinien erstellen
Jedes Unternehmen benötigt klare Richtlinien zur Disziplinierung seiner Mitarbeitenden. Diese Richtlinien sollten die Erwartungen, die Konsequenzen bei Verstößen gegen diese Erwartungen sowie einen klaren Prozess im Umgang mit Disziplinarsituationen beinhalten.
Diese Transparenz setzt klare Grenzen für alle und stellt sicher, dass Disziplinarmaßnahmen konsequent und fair angewendet werden. Außerdem bieten solche Richtlinien rechtlichen Schutz und verdeutlichen, dass die einzelnen Schritte klar kommuniziert und eingehalten werden.
Regelmäßige Weiterbildung
Fortlaufende Schulungen sind wichtig für eine effektive Disziplinierung, weil sie nicht nur die Arbeitsleistung und Arbeitseinstellung verbessern, sondern auch Unternehmensrichtlinien und -verfahren stärken. Mitarbeitende, die regelmäßig an Trainings teilnehmen, bleiben über aktuelle Branchenentwicklungen und Best Practices informiert, was sie sicherer und kompetenter in ihren Rollen macht.
Gleichzeitig erinnern Weiterbildungen an grundlegende Erwartungen und Richtlinien am Arbeitsplatz und helfen, Disziplinprobleme im Vorfeld zu vermeiden.
Sollte es dennoch zu einem Problem kommen, bietet kontinuierliche Weiterbildung eine solide Grundlage, um die Situation effizient und einheitlich zu bewältigen. In Weiterbildung zu investieren, lohnt sich sowohl für das Wachstum der einzelnen Mitarbeitenden als auch für den Gesamterfolg des Unternehmens.
Stetiges Feedback
Feedback zu geben, ist keine einmalige Sache. Vielmehr sollte es ein laufender Prozess sein, der regelmäßig stattfindet. Auf diese Weise wissen Mitarbeitende immer, wo sie stehen und woran sie arbeiten müssen. Feedback sollte zeitnah gegeben werden.
Warten Sie nicht zu lange damit, sonst kann sich die betroffene Person womöglich gar nicht mehr an ihr Verhalten erinnern. Geben Sie aber auch nicht zu häufig Feedback, sonst fühlt es sich schnell wie Nörgelei an. Finden Sie ein gesundes Mittelmaß.
Den Fokus auf das Positive legen
Beim Disziplinieren Ihrer Mitarbeitenden ist es wichtig, sich auf das Positive zu konzentrieren. Das bedeutet, sie dabei zu „erwischen“, wenn sie etwas richtig machen, und sie dafür zu loben. Indem Sie Positives hervorheben, steigen die Chancen, dass sich diese Verhaltensweisen weiter festigen.
Hier einige Tipps, um das Positive in den Vordergrund zu stellen:
- Positive Handlungen wahrnehmen: Warten Sie nicht auf Fehler, sondern achten Sie darauf, wenn jemand etwas gut macht – sei es pünktliches Erledigen von Aufgaben oder freundlicher Kundenkontakt.
- Loben Sie den Einsatz: Auch wenn ein Mitarbeitender die Ziele vielleicht nicht vollständig erreicht, sollte sein Engagement gewürdigt werden. „Ich weiß, Sie haben Ihr Ziel diesen Monat nicht ganz erreicht, aber ich schätze Ihre zusätzliche Anstrengung. Machen Sie weiter so!“
- In die Zukunft blicken: Wenn ein Fehler passiert, verweilen Sie nicht zu lange dabei. Sprechen Sie lieber über die Zukunft und mögliche Verbesserungen, z. B.: „Ich weiß, es ärgert Sie, dass Sie das Projekt nicht pünktlich abgeschlossen haben. Was können wir tun, damit das künftig nicht wieder passiert?“ So helfen Sie der Person, aus Fehlern zu lernen und sie zukünftig zu vermeiden. Die Idee ist, sich in der Mitte zu treffen!
Klare Regeln und Richtlinien stellen sicher, dass alle – auch Sie als Vorgesetzte(r) – dieselbe Basis haben!
Im Allgemeinen können klare Unternehmensrichtlinien in Bezug auf Mitarbeitendisziplin zahlreiche Vorteile für das Arbeitsumfeld und den reibungslosen Ablauf im Unternehmen bringen.
Vergessen Sie ein Strafsystem – setzen Sie auf ein Belohnungssystem
Die Vorteile eines Belohnungssystems gegenüber einem Strafsystem liegen auf der Hand. Erstens führen Belohnungen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu der gewünschten Verhaltensänderung. Zweitens bringen sie nicht dieselben negativen Begleiterscheinungen mit sich wie Strafen. Im Gegenteil können Belohnungen sogar die Moral und Motivation der Mitarbeitenden anheben.
Tipps zur Umsetzung eines Belohnungssystems:
Seien Sie klar über das gewünschte Verhalten – Machen Sie im ersten Schritt deutlich, was Sie erreichen möchten. Welche konkreten Verhaltensweisen sollen häufiger gezeigt werden?
Listen Sie mögliche Belohnungen auf – Wenn Sie wissen, wofür Sie Ihre Mitarbeitenden belohnen möchten, können Sie verschiedene Prämien überlegen. Das könnte von einem Bonus bis zu einem freien Tag alles Mögliche sein.
Stellen Sie sicher, dass die Belohnungen sinnvoll sind – Die gewählten Belohnungen sollten für Ihre Mitarbeitenden Bedeutung haben. Sie sollten außerdem etwas sein, das sie wirklich erreichen möchten.
Setzen Sie auf positive Verstärkung
Einer der effektivsten Ansätze, um das Verhalten am Arbeitsplatz zu steuern, ist die positive Verstärkung. Darunter versteht man eine Form der Disziplinierung, bei der gewünschtes Verhalten belohnt wird, um die Wiederholung dieses Verhaltens zu fördern.
Wenn jemand die Erwartungen erfüllt oder übertrifft, können Sie zum Beispiel einen Bonus, einen Gutschein oder einfach ein lobendes Wort aussprechen. Hält jemand die Vorgaben nicht ein, wird die Belohnung nicht gewährt.
Ernsthafte Warnung, wenn nötig
Wenn die bisherigen Schritte nicht wirken, ist es Zeit für eine deutlichere Maßnahme. Zögern Sie nicht, eine mündliche Verwarnung auszusprechen! Machen Sie klar, worin das Problem besteht und welche Konsequenzen folgen, wenn sich das Verhalten nicht ändert.
Zum Beispiel: „Ich habe bemerkt, dass Sie in letzter Zeit häufig zu spät kommen. Wenn sich das nicht ändert, könnte eine disziplinarische Maßnahme folgen.“
Das sollte der letzte Ausweg sein. Aber wenn ein Mitarbeitender Ihre Erwartungen konsequent nicht erfüllt, müssen Sie entsprechend handeln. Sonst entsteht womöglich der Eindruck, das Verhalten sei akzeptabel.
Handeln Sie, wenn es sein muss
Wenn sich nach einer Warnung keine Besserung einstellt, sind weitergehende Schritte nötig. Das kann von einer formellen schriftlichen Abmahnung bis hin zur Suspendierung oder sogar Kündigung reichen.
Natürlich sollte dies erst geschehen, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft wurden. Aber zeigt jemand weiterhin problematisches Verhalten, müssen Sie reagieren.
Disziplinarische Maßnahmen sind zwar oft unangenehm, aber sie sind wichtig, um die Auswirkungen auf das restliche Team und das gesamte Unternehmen zu berücksichtigen.
Fehlende Konsequenzen können zu Unmut und sinkender Moral unter den Mitarbeitenden führen. Außerdem kann es zu Ineffizienz und verpassten Deadlines kommen. Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber liegt es in Ihrer Verantwortung, Probleme schnell und fair anzugehen, um ein positives Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.
Vorbild vorleben
Eine entscheidende Methode, um das gewünschte Verhalten bei Mitarbeitenden zu fördern, besteht darin, selbst ein gutes Beispiel zu geben. Wenn Sie möchten, dass Ihre Mitarbeitenden pünktlich sind, erscheinen Sie selbst immer pünktlich. Wenn Sie bestimmte Kleidungsvorschriften wünschen, halten Sie sich selbst daran.
Indem Sie mit gutem Beispiel vorangehen, schaffen Sie die Grundlage, an der sich alle orientieren. Proaktives Vorgehen beginnt bei einem selbst!
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In unserer heutigen Zeit gilt Bestrafung nicht mehr als die gesündeste Methode, um Verhalten zu steuern. Stattdessen empfehlen wir, auf positive Verstärkung zu setzen, um das Verhalten Ihrer Mitarbeitenden effizienter zu formen.
Darüber hinaus verringert dies Stress und steigert die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden, was insgesamt zu einem besseren Arbeitsklima beiträgt.
Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps weiterhelfen! Wenn Sie Fragen haben oder mehr erfahren möchten, sehen Sie sich gern unsere anderen Blogbeiträge zu diesem Thema an!